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Pater Alfred Welker

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Der Jesuitenpater Alfred Welker war von 1968 bis 1974 Jugend- seelsorger in Regensburg. Er betreute die Jungs von der "MC" (Marianische Congregation) in einem provisorischen Jugendheim an der Schottenstraße.

Seine Methoden waren so unkonventionell wie sein Auftreten: In einer "Jugendchristmette" anno 1971 in St. Kassian zum Beispiel ließ er einfach mal den Segen am Ende weg, "damit sich alle Gedanken machen, wozu das "Gehet hin in Frieden" am Schluß einer Messe eigentlich gut ist ..."

Sein Credo lautete: Leben und leben lassen: Er verkörperte Toleranz, schenkte Vertrauen und agierte spontan: Voller Energie und aus einem tiefen Glauben heraus, den er niemandem aufdrängte, sondern engagiert bis an die Grenzen vorlebte.

Seine Ferienfahrten mit zwei klapprigen VW-Bussen nach Marokko hatten Kultstatus: Multi-kulti Jugendarbeit, als noch niemand dieses Wort kannte!

Ebenso legendär die Fußballmatches zwischen seiner Crew und denen vom Bund Neudeutschland, genannt "ND": Da entstanden ganz unkonventionell Netzwerke zwischen engagierten Jugendgruppen mit dem Ziel einer eigenständigen Interessenvertretung gegenüber der Amtskirche: "Offene Jugendarbeit" in Regensburg hat hier ihre Wurzeln.

1974 zog es ihn nach Nürnberg ins Caritas-Pirckheimer-Haus zu den Obdachlosen und Junkies: Dort arbeitete er bis 1982 und dann war er plötzlich weg ... und tauchte in den Slums einer kolumbianischen Großstadt wieder auf.

Dort, in Cali, lebt er seitdem "mitten unter ihnen" in einer Wellblechbaracke und baute nach und nach ein Hilfsprojekt für 10 000 Kinder und Jugendliche auf: Angefangen bei der Kanalisation bis zu Kindergärten, Schulen und Lehrwerkstätten schuf er aus dem Nichts ein Stück Hoffnung: Inmitten von Gewalt, Drogen und Arbeitslosigkeit.

Seine "Ehemaligen" von der MC und ND in Regensburg und viele andere Freunde in ganz Deutschland unterstützen ihren "Don Alfredo" seit nunmehr 20 Jahren und sie sorgen dafür, dass pro Monat mehr als 20 000 Euro für seine "Kinder von Cali" zusammenkommen.

Der Regensburger Freundeskreis "Partner für Cali" ist unter Telefon 35 116 (Angela und Reinhold Müller) und 72 007 (Reinhard Kellner) erreichbar.

In der Sozialen Straßenzeitung DONAUSTRUDL erscheinen regelmäßig "Briefe aus Cali" und im Internet gibt es bei "Google" unter "Alfred Welker" immerhin 12 Einträge ...

Spendenkonto "Kinder von Cali": 2500 bei LIGA-Bank Nürnberg, BLZ 750 903 00

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